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Der See von Nembia, wie auch der nahe gelegene See von Molveno, entstand infolge einer postglazialen Mure, die das Tal absperrte und dadurch den Wasserfluss verhinderte und das Wasser aufstaute.
ursprünglich wurde der See von unterirdischem Wasser gespeist, welches vom nahe gelegenen Molveno See kommt, 68 Meter oberhalb und weniger als einen Kilometer entfernt.

Der See von Nembia ist ein 400 Meter langer und 120 Meter breiter, nicht besonders tiefer Bergsee.

Beginnend im Jahr 1952 wurden in der Umgebung des See von Nembia große Arbeiten begonnen, um ein hydroelektrisches System vom Fluss Sarca zu realisieren. Dadurch wurde das natürliche Wassersystem verändert. Der ursprüngliche See wurde vollständig trockengelegt, sein Zufluss, ein Teil des unterirdischen Abflusses vom See von Molveno, wurde für die hydroelektrische Anlage von S. Massenza gekappt.

Es wurde ein beeindruckender Damm für die vorgesehene aber nie realisierte Erhöhung des Wasserspiegels vom Molveno See konstruiert. In den Folgejahren wurde das ausgetrocknete Seebecken von Gras und Büschen bewachsen. Viele Jahre lang war das Gebiet verlassen. Im Sommer 1995 begann ENEL mit einem Projekt zur Wiederbelebung der Umwelt. Dies führte zur Zerstörung des Damms und zur Wiederherstellung des See von Nembia: Der Grund wurde wieder ausgehoben und abgedichtet, sodass der Wasserfluss über einen neuen künstlichen Zufluss wieder möglich war.

Daraufhin hat der Servizio Ripristino e Valorizzazione Ambientale der autonomen Provinz von Trento (Amt für Umweltsanierung und -verbesserung) die Ufer des Sees zu einem Erholungsgebiet ausgebaut. Als Folge der Vereinbarung zwischen dem ENEL und dem WWF wurde die Naturoase von Nembia geschaffen. Dabei handelt es sich um einen Lehrpfad mit einer Länge von etwa drei Kilometern und damit um eine Einladung, sich dem renaturalisierten Gebiet nach einem schwerwiegenden Eingriff des Menschen zu nähern.

Der Pfad ist flach und bedarf etwa eineinhalb Stunden gemütlichen Fußmarschs. Er wird mit Schildern beschrieben, welche die grundlegenden natürlichen Aspekte sowie den geschichtlich-kulturellen Hintergrund der Umgebung beleuchten.

 

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