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Der See von milchiger türkiser Farbe befindet sich auf einer Meereshöhe von 2612 Metern, erreicht eine Tiefe von 26 Metern und ist zu Fuß von den Cornisello-Seen im hohen Nambrone Tal erreichbar. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde er von den Ausläufern des Cornisello-Gletschers umzüngelt. Der Begriff Vedretta, Toponym von Prärömischer Herkunft, ist ein Synonym für den Gletscher.

Der Vedretta-See ist recht groß, er erreicht eine Länge von 705 und eine Breite von 275 Metern. Er erscheint in einer intensiven hellblauen Farbe, die wegen des Schlamms der schmelzenden Gletscher trüb wirkt. Er ist von Tonalit-Felsen umgeben, welche augenscheinlich von den Gletschern geformt wurden. Bergwärts, im Bereich des Zuflusses befindet sich ein beachtliches Delta aus Sand, das wiederum in Folge der Ablagerungen von Gletscherschlamm entstand. In dieser kargen und rauhen, nahezu lebensfeindlichen Landschaft haben jüngste Untersuchungen Kleinstlebewesen nachgewiesen. Diese schaffen es, in den kleinen Zwischenräumen zwischen den Sediment-Partikeln zu überleben.

Auch der Vedretta-See, der uns abgeschieden und fern von jeglichem menschlichen Eingriff erscheint, war Teil eines Projektes zur hydroelektrischen Nutzung der Seen vom Nambrone Tal in den 60er Jahren.

 

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