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Ein Gletschertal, dessen Stirn einige der einprägsamsten und charakteristischsten Formen der Landschaft in sich birgt, welche mit der Entwicklung der Gletscher von Lobbia und Mandrone zusammenhängen, den beiden größten Gletschermassiven des Adamello Brenta Naturparks. Aus deren Untersuchungen konnte in detaillierter Art und Weise die jüngste geologische Geschichte dieser Umgebung rekonsturiert werden.

Das Val Genova Tal führt 17 Kilometer in das Herz des Adamello hinein, wodurch die Gebirgsgruppe auch von der Presanella Gruppe getrennt wird. Die beeindruckenden Wälder, die strahlenden glazialen und periglazialen Morphologien und die zahlreichen Wasserfälle machen es zu einem der touristisch attraktivsten Ziele des Naturparks. Seine Form erzählt von der Entwiclung der Gletscher ovn Lobbia und Mandrone, den beiden größten Gebirgsmassiven des Naturparks. Die Ebenen von Bedone, Venezia und der Kessel von Matarot stellen die größten Becken entlang des Val Genova Tals dar. Sie werden duch anmaßende emporragende Felsen getrennt, von denen wiederum die imposanten Zungen zweier Gletscher gen Tal zeigen und majestätischen Gletschertürmen (Séracs) Platz bieten. Das Val Genova Tal wird vom Fluss Sarca durchzogen, welcher aus dem Zusammentreffen des Schmelzwasserbaches vom Mandrone Gletscher mit dem Abfluss der Lobbia Becken des Matarot (1720 m) entsteht. Letzteres, ein beeindruckender Kessel, den man an der rechten Seite des Haupttals findet, wurde bis ins späte 9. Jahrhundert von der Zunge des Gletschers von Lobbia bedeckt. Die Stirn dieses Gletschers befindet sich heute, nach einem Rückgang um über 2 Kilometer, auf etwa 2700 Metern Meereshöhe. In einer Furche hat die Gletscherzunge guterhaltene Spuren hinterlassen: eine Reihe von Moränendämmen zeugen von der ursprünglichen Position des Gletschers in einigen Phasen während des Rückgangs. Beeindruckend ist auch die späktakuläre vom Fluss Sarca in den Fels geschliffene Schlucht entlang des Felsprungs zwischen den Ebenen Pian Venezia und Piana di Bedole. Diese stellt eine der schönsten Folgen von Flusserosion in der gesamten Zone dar.

Diese geowissenschaftliche Stätte wird stark frequentiert. Als eines der meist besuchten Gebiete des Parks unterliegt das Tal Überwachungen der Touristenströme. Die Ebene Piana di Bedole (1585 m) stellt den Ausganspunkt für die Ereichtung des Talkopfs dar und kann mit dem Bus, einem Shuttle oder – zu bestimmten Zeiten – mit dem Auto erreicht werden. Bis zur Conca di Matarot, dem entferntesten Bereich des Talkopfs, sind es etwa zwei Stunden.