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Das Germenega Tal, seitental des Siniciaga Tals, ist ein kleines abgeschiedenes und kaum besuchtes, von vielen Seen sowohl am Gerg als auch am Talboden gesäumtes Tal. Der erste auf 1875 Metern ist der größte, während der fünfte und höchste abgeschieden auf 2147 Metern liegt – der See von Banco.

Der erste See von Germenega befindet sich nicht weit oberhalb der Alm Malga Germenega di Mezzo und ist der größte des gesamten Tals. Er entstand duruch die Erosion des Gletschers und wird von Morenen und aufgeschütteten Dentriten umgeen. Er hat die Form eines Rhombus, mit feuchten Ufern, welche von Ranunkeln und Wollgras gesäumt ist. In seiner Oberfläche spiegelt sich majestätisch der Gipfel des Cima Presanella, im Spätsommer wird das Wasser zum Heim zahlreicher Kaulquappen und Frösche. Auf der Oberfläche des Sees lassen sich Wasserläufer und Libellen beobachten, während im Wasser Büschel von Wassermoos (Fontinalis antipyretica), lange Blätter von Wassergras (Sparganium angustifolium) sowie massenhaft grüne Fadenalgen schwimmen.

Folgt man dem Weg weiter Richtung Malga Germenega Alta Alm, erscheint auf der linken Seite der zweite See, kleiner, rund und in Richtung Tal gezogen, mit Steinufern und von moderater Tiefe. Der See wird von Wollgras und Bergkiefern umgeben, von Rhododendron und Wachholder. Im Wasser leben verschiedene Wasserinsekten, etwa Käfer und Köcherfliegen, man kann aber auch hier und da Kaulquappen und kleine Frösche erkennen. Sobald man Blick auf die Malga Germenega Alta Alm hat, ist auch die Waldgrenze erreicht. Hier befinden sich verschiedene Feuchtgebiete sowie auch der dritte See, sehr klein und an keiner Stelle über einen Meter tief. Der vierte See, welche von drei aktiven Quellen gespeist wird, befindet sich auf einer Höhe von 2080 Metern. Das Panorama wird hier von Weiden dominiert, sowie von den umliegenden Gifpeln, man befindet sich in einer Senke, darüber erkennt man einen mittlerweile inaktiven Brockgletscher. Etwas höher, auf 2145 Metern, liegt der See von Banco – ein weiterer kleiner Bergsee. Die wachsende Vegetation sowie die kreisförmige Anhöufung von Karst geben dem See eine ovale Form. Die Ufer sind steil abfallend; beobachtet man jedoch die gesamte Ebene, erkennt man auch die ursprüngliche Form des Sees, bevor die natürliche Entwicklung ihn in die aktuelle Form gebracht hat.

(da Cantonati et al., Guida dei laghi del Parco, in stampa)
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