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Der See von Pozzoni ist ein kleiner Bergsee auf über 2800 Metern Meereshöhe auf einer Ebene, welche einst von einer Gletscherzunge des Gletschers von Lares bedeckt war. Bis vor einigen Jahrzehnten konnte man hier noch verschiedene Pfützen und Teiche erkennen, die den übrig gebliebenen Gletscher säumten, welcher heute aber vollständig verschwunden ist.

Der See von Pozzoni entstand kürzlich in Folge des Rückgangs des Gletschers von Lares. Er befindet sich am Fuße der Cima Pozzoni (2915 m) zwischen gigantischen Massen an Tonalit. Das Toponym Pozzoni deutet auf die zahlreichen Senken und Mulden hin, die mit der Gletscheraktivität zusammenhängen und heute von Wasser oder Sumpfgebiet bedeckt sind.

Der kürzliche Gletscherschwund der gesamten Gegend machen sie immer schwerer zugänglich. Die Mondlanschaft mit den Gewässern, die von Fels und Gestein umgeben sind, erscheint eindrucksvoll. Das Wasser ist nicht transparent, durch den Gletscherschlamm leicht milchig. In Anbetracht der geringen Tiefe vom See ragen daraus Felszacken heraus.

(da Cantonati et al., Guida dei laghi del Parco, in stampa)