Der künstliche See vom Genova Tal ist ein großes Becken, welches das gesamte Wasser einfängt, das im Genova Tal fließt sowie das Traufwasser der Kanäle aus dem Süden. Nach dem Klären fließt das Wasser durch den Tunnel Richtung Molveno, wo es wieder eingesammelt und für hydroelektrische Zwecke genutzt wird.

„Ziel des Projektes war es, das gesamte verfügbare Wasser aus dem Einzugsgebiet von Sarca, vom dem Breguzzo Tal bis zum Campo Carlo Magno Pass und weiter bis Andalo einzusammeln, mit einem erstaunlichen Ergebnis. Trotz anfänglicher Probleme, welche nicht überwindbar schienen, kann man noch heute sagen, dass kaum Wasser nicht eingesammelt wird. Die Idee war es, auch das Wasser vom Bergsee mit Einzugsgebiet vom Alto Arnò, das in das Breguzzo Tal fließt sowie das des Flusses Fiana im Gaverdina Tal zu nutzen und zum Molveno See zu bringen. Um diese Idee zu realisieren, welche noch heute unglaublich klingt, hat das Unternehmen Collini di Pinzolo eine Sperre am Berg der Ortschaft Pont Arnò errichtet.

Der Traufwasserkanal im rechten Sarca, mit Ausnahme des kurzen Abschnitts auf der Brücke des Kanals im Borzago Tal, wurde vollständig als Tunnel realisiert. Die einzelnen Sektoren sind entweder trapezförmig oder polizentrisch (in Hufeisenform), je nach Beschaffenheit der durchquerten Felsarten. Der Tunnel wies eine steigende Dimension auf, während die Durchflussmenge durch die Aufnahme verschiedener Wasserläufe anstieg. Er weist eine Gesamtlänge von 18,4 km mit einer mittleren Neigung von 2,6‰ auf. Er startete bei der „La Rocca“ auf einer Höhe von 945 Metern. Nachdem entlang des Flusslaufs auch die Flüsse Maftina, Finale, Bedù di Vigo, Bedù di Pelugo und die kleineren Wasserläufe Vogogna und Orbo aufgenommen werden, mündet der Kanal im Becken von Val Genova auf 896 Metern.

In einfachen Worten, das Becken sammelt das Wasser vom Genova Tal Becken und jenes, das vom Kanal von Gronda aus dem Süden kommt. Anschließend fließt das Wasser durch einen Siphon unter dem Flussbett vom Sarca, und wird vom folgenden Tunnelabschnitt aus in Richtung Pinzolo ausgeschüttet.“

 Da “L’epopea dei grandi lavori idroelettrici in Giudicarie nell’archivio fotografico di Dante Ongari” a cura di Ennio Lappi

 

 

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