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Er ist mit 0,19 km2 der größte Gletscher im Brenta Gebiet, und befindet sich in einer Phase schnellen Rückgangs. Er ist kreisförmig mit NW-Ausrichtung und wird unterschiedlich gespeist, zum einen von Schneefall, zum anderen von Lawinen, die von den vertikalen Wändern der Gipfel abgehen, die den oberen Teil des Gletschers beschatten.

Der Gletscher von Agola ist ein kleiner Gletscher, der repräsentativ für die Art aller Gletscher der Brenta Gruppe steht. Vor allem die Gletschermorphologie durch Erosion und Aufschüttungen, welche die Umgebung des Gletschers charakterisiert, ist spektakulär aber auch typisch, zum Beispiel die Morenän neben dem Gletscher, die von der kleinen Eiszeit stammen. Trotz der starken Gletscherschmelze findet man keinen Bach, der aus dem Gletscher führt; stattdessen versickert das Wasser sofort im Karstkreislauf, der typisch für die Brenta Gruppe ist.

Der Gletscher von Agola ist in den vergangenen 20 Jahren in der Tiefe um 13 Meter Eis geschrumpft, die Zunge ist 80 Meter zurückgeganen. Im Laufe des Jahres 2005 hat eine Untersuchung mit Georadar die Dicke der Eisschicht gemessen – im Schnitt 23 Meter. Bei den aktuellen klimatischen Bedingungen, welche einen jährlichen Rückgang von 2 Metern bewirken, könnte der Gletscher von Agola in etwa 15 Jahren verschwunden sein.

In der Gruppe der Brentadolomiten zählt man laut dem neuen italienischen Gletscherkataster von 2015 auf Basis der gesammelten Daten von 2011 zwanzig kleine Gletscher, die sich auf eine Gesamtfläche von 0,86 km2 ausbreiten. Es sind die Gletscher, die als erste von der Klimaerwärmung beeinflusst werden: Es wurde ein Rückgang von bis zu -73% beobachtet. Heute, fast zehn Jahre nach der letzten Datenaufnahme hat sich die Situation sicherlich stark geändert: Einige der Gletscher sind mittlerweile verschwunden oder sind gerade dabei.

Nuovo Catasto dei Ghiacciai Italiani (2015). Rilevamenti del 2011

Art: Berg
Form: Kreis-Wall
Gespeist: direkt+Lawinen

Catasto C.G.I.: 657

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