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Der wallförmige Gletscher von Mandrone (10,46 km2) am Kopf des Genova Tals gehört zum Gletscherkomplex des Adamello. Er ist flach und hat eine runde Zunge, die vom Zentralkörper abweicht (Gletscher vom „skandinavischen“ Typ). Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist er stark zurückgegangen.

Der Gletscher von Adamello/Mandrone ist eine Gletscherzunge, die Richtung Genova Tal abfällt. Ind en vergangenen Jahren ist sie um etwa 2000 m zurückgeganen und hat auch an Dicke eingebüßt. Die Rückgänge von 2013-14 in der Abtragungszone, auf der rechten und linken Seite, haben am Gletscherfuß starke Fusionsspuren hinterlassen. Die Struktur wurde dadurch instabil und es könnte dazu kommen, dass die Oberfläche einsinkt.

Die Gletscher des Trentino bedecken heute eine Oberfläche von ca. 30 km2 und befinden sich in den größten Berggruppen, darunter vor allem im Adamello-Presanella; hier alleine befinden sich 48 Gletscher.

Die Gletscherfläche befindet sich überall in einer Phase starken Rückgangs, im Vergleich zur Vergangenheit. Einige der größten Gletscher haben in etwas mehr als 40 Jahren bis zu 42% ihrer Oberfläche eingebüßt, bei anderen war der Rückgang etwas schwächer, etwa beim Gletscher von Adamello.

Die Studien der Gletscher vom Adamello wurden mit einer gewissen Systematik durchgeführt, beginnend mit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhudnerts. Bereits seit 1865 wurden einige von ihnen penibel in einer detaillierten Karte eingetragen, die von Payer – dem Erstbesteiger des Adamello Gipfels und Glaziologen – erstellt wurde. In den Folgejahren dienen uns geschriebene Worte als Zeitzeugen und geben uns einen Einblick in die Gletschertäler der Vergangenheit, etwa von W.D. Freshfiled (1875).

„Das gigantische zentrale Schneefeld speist  die Gletscher, die auf allen Seiten abfallen. Die höchsten Gipfel, der Carè Alto und der Adamello, stellen auf diesem Hochplateau lediglich kleine Erhebungen dar. Aus der Nähe betrachtet erkennt man eisige Felsen, aus der Ferne scheinen sie majestätische Berge zu sein, die mit ihren Wänden zwischen zwei Gletschern in kargen Tälern eingeschlossen sind. Stellen Sie sich ein großes weißes Leintuch vor, das unregelmäßig auf einen Tisch gelegt wird und seine schillernden Rändern hängen hier und dort zwischen schwarzen, massiven Strebepfeilern.“

Der Gletscher des Adamello Mandrone ist einer der 61 geowissenschaftlichen Stätten vom Adamello Brenta UNESCO Global Geopark.

Nuovo Catasto dei Ghiacciai Italiani (2015). Rilevamenti del 2011.

 

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