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Wenn man es schafft, den Blick von der faszinierenden Brenta Dolomiten Gruppe ab, Richtung Westen zu wenden, entdeckt man auf dem Weg SAT 221 den Garzonè See. Dieser liegt – gemeinsam mit dem San Giuliano See – in einem kleinen Nebental des bekannten Genova Tals, in den letzten nordöstlichen Ausläufern der Adamello Gruppe.

Der See hat eine maximale Tiefe von 28,4m. Einst bildete er einen einzigen großen See mit dem San Giuliano See. Als Folge des Rückgangs des Gletschers sowie der fortschreitenden Ansammlung an Geröll einer Moräne wurde dieser See entzweit. In den 50er Jahren wurden die beiden Seen für Arbeiten zur hydroelektrischen Nutzung in Betracht gezogen, was durch die noch immer bestehenden Schwellen bezeugt wird.

Der Fischbestand des Sees ist reich und vielfältig. Es wurden  Bergsaiblinge aus dem Tovel See dokumentiert, die Forelle Trota iridea sowie Trota fario, Kwell-Saibling, Rotauge und Döbel.

In der Nähe des Sees findet man eine wunderschöne und majestätische Jahrhundertlärche mit einem Umfang von 4,85 Metern und einer Höhe von 22 Metern. Zu Fuße des Baumstamms findet man Zeichen von Hirten oder Wanderern, die gegen die Kälte an ihrem Rastplatz ein Feuer entzündet und dadurch auf der pflanzlichen Sehenswürdigkeit markante schwarze Kreise hinterlassen haben. Die Lärche, deren Alter nach Untersuchungen von Kernborhungen am Stamm mindestens 600 Jahre beträgt, hat in einer wachenden Stille den Wechsel von Vagabunden, Hirten, Migranten, Bischöfen und Adeligen miterlebt. Unter den Rissen der Rinde und im leichten Laubwerk speichert sich Erinnerungen und Gedanken, die die Geschichte hinterlassen hat. Die Auswirkungen des Klimawechsels und die nächtlichen Sterne spiegeln sich im Wasser und funkeln auf dem Weiß des Gletschers des Fräulein vom Trentino – des Presanella-Gebirges – das hier empor ragt.

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