Felszinne von etwa 20 Metern Höhe direkt beim Frate Pass in Arnó Tal, durch Erosion in metamorphosen Kalk mit vulkanischem Gestein gemeiselt. Hier wurden Ausgrabungen und Gräben des Ersten Weltkrieges entdeckt.

Der Frate Pass verdankt seinen Namen der einzigartigen Gestalt der hohen Kalkzinne in der Mitte des Tals. Von der Ferne betrachtet erinnert sie an einen Pater beim Gebet. Der Pass verbindet das Arnó Tal, ein rechtes Seitental des Breguzzo Tals, mit dem Bona Tal vom Daone Tal. Dieser Bereich ist gekennzeichnet durch ein reiches Saccharin-Marmor Vorkommen (weiter Marmor, kristallin, ähnlich dem Zucker). Dieses Gestein entstand aus dem Zusammentrefffen der Sedimentgesteine des Trias und dem Magma des Adamello , welches in der Tiefe der Erde erkaltete. Einige Dioritadern sind im Marmor eingeschlossen. Die stärkere Erosion dieses Gesteins im Vergleich zum Marmor hat dazu geführt, dass sich entlang der Adern tiefe Furchen gebildet haben, in denen sich wiederum Kalk abgesetzt hat. Dieses Phänomen der Erosion hat mit der Zeit die Form des majestätischen Pfeilers ergeben, etwa 20 Meter hoch in der Form eines Paters.

Der Frate Pass, gemeinsam mit der Senke der Maggiasone Alpen, welche sich zu seinen Füßen Richtung Osten öffnet, stellt ein bevorzugtes Ziel für die direkte Beobachtung der metamorphen Effekte beim Kontakt der Gesteinsarten dar, die den Batolit des Adamello umgeben. Außerdem kann man hier wunderschöne Beispiele von Gletscherrelikten und von selektiver Erosion verschiedenster Gesteinsarten bewundern. Der weiße Marmor dieser Gegen wurde seit dem 5. Jahrhundert abgebaut, um daraus Verkleidungen und Skulpturen zu erschaffen.

Der Frate Pass ist vom Breguzzo Tal erreichbar, Richtung Parkplatz bei der Arnó Alm. Von hier aus gehen Sie zu Fuß dem beschilderten Weg über den Alpe Maggiasone bis zum Frate Pass auf 2246 Metern. Die Gehzeit beträgt etwa 150 Minuten.