Der Name des Dunklen Sees ist auf den tiefblauen Farbton des Wassers zurückzuführen, das eine beachtliche Tiefe von 30 Metern erreicht. Eingebettet in raue Felswände findet in einer Mondlandschaft etwas oberhalb den kleinen See vom Maroccaro-Pass.

Um den Dunklen See am Mandron zu besuchen, muss man zunächst eine Höhe von 2663 Metern bezwingen. Der Kraftaufwand wird aber mit einer Aussicht auf die Adamello-Gipfel von diesem einzigartigen Aussichtspunkt belohnt. Hier befindet man sich in einer kargen und rauhen Landschaft, die an die Mondoberfläche erinnert, inmitten von Felsen, die durch die Bewegung eines antiken Gletschers geschliffen und geformt wurden. Hier findet man nur einige sehr resistente Planzen- und Tierarten, die sich an die extremen Bedingungen des Hochgebirges angepasst haben, darunter auch einige Planktonarten, die im Wasser des Sees, welches ab dem frühen Herbst von einer dicken Eisschicht bedeckt wird, überleben können. Der See ist groß – der flächenmäßig drittgrößte im Trentino auf über 2600 Höhenmetern. Er wird nicht von einem einzigen Zufluss gespeist, sondern von verschiedenen Rinnsälen und Bächen aus den darüberliegenden Schneefeldern. Auf 2734 Metern, etwas oberhalb, findet man den kleinen aber faszinierenden See vom Maroccaro-Pass.

Folgt man dem Pfad ab dem See, stößt man auf Ruinen alter Baracken, gerostete Waffen- und Munitionsüberreste, Stacheldrahtrollen und andere Zeugen des grausamen Krieges, der auf diesen Gipfeln während der Zeit des Ersten Weltkriegs ausgetragen wurde.

 

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