Am Fuße eines Gletscherkreises, welcher nach Osten geöffnet ist, unter der Felswand der Cima Lastè und des Monte Nambino, auf über 2000 Metern Meereshöhe trifft man auf die unglaublichen Bergseen: Die drei Seen – der obere (Superiore), der mittlere (Medio) und der untere (Inferiore). Sie befinden sich nach beieinander, nur wenige Höhenmeter voneinander entfernt.

Von den drei Seen hat der obere (Superiore) steil abfallende Flussläufe, die zum Großteil aus abschüssigem Detritus und aus Moränenüberresten bestehen. Trotz seiner viereckigen Form hat einen sehr unregelmäßigen Bodengrund, aus dem einige malerische Felsinseln, teilweise durch die Alge Rhododendron ferrugineum grünlich schimmernd, ragen. Die tiefste Stelle liegt im Süden. Wenige Meter vom Ufer entfernt entspringt eine kleine Quelle, welche gemeinsam mit einem anderen kleinen Bachlauf am Ufer die einzigen beiden überirdischen Zuläufe bildet. Der Hauptablauf befindet sich auf der linken Uferseite und bildet gleichzeitig den Zufluss zum mittleren See (Lago Medio). Dieser kleine See von länglicher Form mit mäßiger Tiefe unter zwei Metern wird von Grashügeln umgeben. Der Grund ist schlammig, charakteristisch als Lebensraum für verschiedenste Amphibienpopulationen. Ein Ablauf des Sees gelangt zum unteren See (Lago Inferiore), dem größten und tiefsten der drei Bergseen mit rundlicher Form, nach Osten ausgedehnt.

Dieser See hat in der Vergangenheit häufig die Aussetzung von Fischen erlebt, welche ursprünglich nicht in diesem Ökosystem vorkamen. Auch aus diesem Grund wurde er ein Jahr lang für eine Studie des Museo Tridentino di Scienze Naturali im Auftrag des Parks Ende der 90er Jahre genauer untersucht.

(da Cantonati et al., Guida dei laghi del Parco, in stampa)
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