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Bewundernswertes Beispiel, spekatakulär zur Schau gestellt, bestehend aus losgelösten Nischen und Anhäufungen von großen Muren der späten Kreidezeit, versteinert über die Jahrtausende.

Die aktiken Muren des Sasso Rosso befinden sich am südlichen Hang des Sasso Rosso, einem Gifpel von über 2600 Metern höhe in den nördlichen Ausläufern der Brenta Gruppe. Es handelt sich um abgebröckelte Nischen sowie um enorme Anhäufungen von Muren der späten Kreidezeit, welche hier während der folgenden Jahrtausende versteinert sind.

Die antiken Muren des Sasso Rosso sind typische Erosions- und Ablagerungsstätten, welche von den Unterseeböschungen der mittleren und späten Kreidezeit stammen, einer Phase von Instabilität der Meeresböden. Diese Stätte steht stellvertretend für die Paläogeographie der Kreidezeit in den Brenta Dolomiten.

In der Nähe, auf der Nordseite des Sasso Rosso Ausläufers Cima Uomo kann man eine weitere spektakuläre geologische Struktur bewundern: Den Mound Madris, hervorragend konserviert im grauen Kalk des Tovel. Es handelt sich um eine Domstruktur von etwa 50 Metern Brete und einem durchmesser von bis zu 35 Metern, ein seltenes perfekt erhaltenes Beispiel eines von der Natur erschaffenen Karbon-Silizium Bauwerkes (mud mound), das im Karbonatgestein dieser Zone besichtigt werden kann.

Diese Stätte ist von Cles oder Tuenno aus zugänglich, wenn Sie der Straße zur Schutzhütte Peller bis zum Parkplatz auf 1900 Metern folgen. Von hier aus gehen Sie zu Fuß zur Tassulla Alm und weiter über den Weg Richtung Sasso Rosso – Passo di Pra Castron. Die Gehzeit von Nonstaler Seite beträgt etwa 180 Minuten. Vom Tovel Tal und Val di Sole Tal beträgt ist die Gehzeit etwas höher.

Die Stätte befindet sich an der südlichen Grenze der Ebene der Nana, gemeinsam mit anderen geowissenschaftlichen stätten, etwa die Ebene von Auter, Bus de la Neo, Fossilienvorkommen des Formiga Tals sowie mit dem Gletscherkreis von Monte Peller.