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Wissenschaftliche Forschung und aktiver Schutz

Die „Förderung des wissenschaftlichen Studiums“ ist eines der wichtigsten institutionellen Ziele des Ordinationsgesetzes der Naturparks des Trentino (LP 18/88 Art. 1). Diese Ausrichtung spiegelt sich auch auf nationaler Ebene im Gesetz vom 6. Dezember 1991 Nr. 394 wider (Rahmengesetz über Schutzgebiete), das die wissenschaftliche Forschung als einen der Eckpfeiler der Parkaktivität betrachtet (Artikel 1 Buchstabe c).

In diesem Zusammenhang war der Naturpark Adamello Brenta seit Beginn seiner Tätigkeit maßgeblich an wissenschaftlichen Studien beteiligt und förderte zahlreiche Forschungsarbeiten, um das Wissen über die natürliche Umwelt zu vertiefen.

Die erste Phase: externe Aufträge und Redaktionsreihen

Immagine del testo Parco DocumentiIn den Anfangsjahren förderte der Park Untersuchungen, indem er Fachleuten und externen Forschungsinstituten Aufgaben zuwies. Auf diese Weise wurde das Schutzgebiet sofort als privilegiertes Laboratorium eingestuft, in dem kognitive Studien durchgeführt werden können, die auch für einen größeren territorialen Kontext von Nutzen sind. Zu den wichtigsten Forschungsergebnissen zählen die Gesundheitsüberwachung von Wildhuftierpopulationen, die Wasseranalyse und die eingehende Analyse der Wälder des Parks.

1993 gründete der Park die Redaktionsserie „Parco Documenti“, um die auf dem Gebiet der durchgeführten Forschung erzielten Ergebnisse zu teilen und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen. Die wichtigsten durchgeführten Studien wurden in den veröffentlichten Bänden gesammelt.

Die Reihe basiert auf der Idee, dass die Förderung der wissenschaftlichen Forschung ebenso wichtig ist wie ihre Verbreitung. Tatsächlich können die möglicherweise positiven Auswirkungen dieser Forschung nur verstärkt werden, indem die erlangten Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die zweite Phase: gezielte Studien zum aktiven Schutz

In der zweiten Lebensphase führte der Park in Verbindung mit wichtigen Projekten zur Erhaltung des Umwelterbes gezielte Studien durch.

Diese Strategie, die mit dem Projekt begonnen haben, den Steinbock im Jahr 1995 wieder einzuführen, basiert auf der Erforschung von Informationen zu Erhaltungsstrategien und aktiven Schutz der Umwelt des Parks. Beispielsweise Forschungsprojekte wie das Studium der Heimat und der Nutzung des Steinbock-Territoriums. Aber auch später die Studie zur Ernährung, zur Nutzung von Lebensraum- und Waldtypen des Braunbären und die Teilnahme an Studien zur Nichtrötung des Tovel Sees.

Weitere nützliche Kooperationen mit Hochschulinstituten haben sich bei der Durchführung von Abschlussarbeiten häufig ergeben. Diese Zusammenarbeit erlaubte einerseits die Nutzung von Einrichtungen und Geräte, welche ansonsten nicht für den Park zugägnlich gewesen wären, und auf der anderen Seite, die Verwendung von wissenschaftlichen Gutachten für zukünftige Veröffentlichungen und doe Teilnahme an Konferenzen.

Mit dem Projekt der Wiedereinführung des Braunbären hat der Park seine wissenschaftliche Forschungstätigkeit intensiviert und einen Ausbildungsprozess im Wildtiersektor eingeleitet. Dies wurde durch die Einrichtung von 11 Stipendien und Forschungstrainings für Absolventen in Umweltthemen erreicht.

Der Einsatz von Stipendiaten, der später auch auf andere Bereiche des Parks ausgeweitet wurde, hat daher verschiedene Forschungsprojekte in verschiedenen Sektoren erheblich gefördert.

Die dritte Phase: der Park in der ersten Person

Um die wachsende wissenschaftliche Forschung des Parks zu ordnen, hat im Jahr 2004 prof. F. Viola von der Universität Padua die Richtlinien für die vom Adamello-Brenta-Naturpark geförderte Forschung  (.pdf 155kb) und die Grundsätze ausgearbeitet, an die die an den Park gesendeten Finanzierungsanträge angepasst werden müssen. In dem Dokument wird die Notwendigkeit bekräftigt, das Umweltwissen des Parks zu vertiefen, um die Ressourcen richtig zu verwalten. Sie schlägt ferner vor, Forschungsprogramme ausgewogen auf die verschiedenen Forschungssektoren (biologische Ressourcen, Umwelt, Bevölkerung und menschliche Aktivitäten usw.) aufzuteilen. Schließlich werden verteilte Erhebungen bevorzugt und Erhebungen mit systematischen Merkmalen Vorrang eingeräumt. Das sind diejenigen, die eine echte Überwachung des Ökosystems und der Umwelt durchführen.

Der Park hat daher ein Faunenmonitoring mit Ökosystemuntersuchungen initiiert, das sich dann auf die gesamte Fläche des Parks erstreckt. Damit tritt er in seine dritte Phase ein, in der der Naturpark selbst Autor wissenschaftlicher Forschungsprojekte ist.

Tatsächlich wurde eine zweijährige Ausschreibung zur Belohnung der darin durchgeführten Abschlussarbeiten eingeführt, mit der eine große Menge von Daten und Erhebungen zum Schutzgebiet praktisch zu Nullkosten abgerufen werden kann.

Schließlich hat der Park im Jahr 2004 mit einem spezifischen Beschluss des Exekutivkomitees (Nr. 153 des Dekrets vom 17.12.2004) die Forschungsgruppe und den Schutz des Braunbären eingerichtet. Mit dem Ziel, das Wissen über die alpine Fauna zu vertiefen, die zeitliche Entwicklung zu kontrollieren und die am besten geeigneten Managemententscheidungen vorzuschlagen.

Die Gruppe hat es ermöglicht, die Beziehungen zu Universitäten und Forschungsinstituten zu intensivieren. Insbesondere mit den Universitäten von Sassari, Insubria, Padua, Mailand, Udine, Florenz, dem Tridentinischen Naturkundemuseum und der E. Mach-Stiftung mit interessanten Praktikumsaktionen.

Der Park hat daher die Rolle eines bevorzugten Standorts übernommen, an dem Forschungseinrichtungen ihre Studien durchführen können, wobei die außergewöhnliche natürliche Umgebung und die Unterstützung der Strukturen und des Personals des Parks genutzt werden.

Der Geopark hat in Abstimmung mit der Universität Pavia auch mit der Machbarkeitsanalyse der geomorphologischen Karte seines Territoriums begonnen. Dies wird das grundlegende Werkzeug für die geomorphologische Charakterisierung für das BioMiti-Projekt. sein.

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